Blaskapelle MAKOS

1981 -2011

Neben der musikalischen Leitung und der Tätigkeit als Trompeter der Blaskapelle übernimmt Hans auch die Funktion des Conferenciers. Oft wird er wegen seiner guten Kenntnisse der Blasmusikliteratur sowie seiner humorvollen Art, Zusammenhänge sowie Begebenheiten aus dem realen Leben darzustellen, auch von benachbarten und befreundeten Musikvereinen eingeladen, bei deren Konzerten durch das Programm zu führen.

Es gehört auch zur Tradition, daß Hans für das alljährlich stattfindende Weihnachtskonzert in Aspang einen Jahresrückblick in Form eines Gedichts zu präsentieren pflegt.

Nachfolgend mögen einige poetische "Gustostückerl" geboten werden, die Hans Makos im Laufe der Jahre getextet hat.
"VOLKSTÜMLICHE SENDUNGEN"

Das Radiohören und das Fernsehen tua I scho vermeiden,

weil mit dem Programm muass i nix als wir furchtbar leiden.

Nur mehr TALER - SEER - KOGLER oder KATZEN-Gschroa,

do muasst jo Angst kriagn-wirkli wohr!

Auf jedem Sender - die ganze Nacht - bis in der Fria,

hörst nur mehr Hansi Hinterseer und Norbert Rier.

A im Fernsehn siachst nur die gleiche Musikanten-Pagasch,

bzw. "Wenn die Musi spielt" mit'n Arnulf Prasch!

Do stengans mit ihre elektrischen Gitarren am Gletscher

Hoch drobn - obwohl's durt weit und breit kann Strom mit hobn!

Schalt's um auf an andern Kanal - Es ist a Quol,

do hupft und schreit da Anton aus Tirol!

A Kas san a die Sendungen mit da Carmen Nebel und der Carolin Reiber,

des san die zwa deutschen volks-dümmlichen Weiber!


Unlängst do is wieder ausser-grunnen vom Fernseher des letige Schmolz,

beim Auftritt von Hansi Hinterseer mit Walter Scholz...

Die volkstümlichen Sendungen san heut wirkli vom untersten Ladl angführt
vom

Karl Moik und sein Musikantenstadl!

Wenn der Moik des Ladl aufmacht, is des jedes Mal a Graus!

Und sowas schickt der ORF uns als Kultursendung ins Haus?

Warum der Moik beim Interview jeden sofort unterbricht, ist klar,

weil jeder Bürgermeister besser als er selber spricht!

Jetzt reist er mit sein "Stadl" hinaus in die weite Welt,

dos bringt nix, und kost' uns nur an Hauf'n Geld!


In Dubai ist er auf an Kamel einergrittn, man hat gar nicht erkennt,

wer grad spricht, der Moik oder des Kamel, es war des eine und selbe
Gsicht!

Und weil's den Stadl hob'n net ,Live' gesendet,

hat er gedacht, dass er seine Karriere beim ORF beendet.

I glaub dass I für viele sprich und so denk,

des war für uns alle a schönes Weihnachtsgeschenk!


Es gibt ja nur mehr zwa Sendungen mit volksmusikalischer Kultur,

"Klingendes Österreich" und "Mei liabste Weis".

Das ist Volksmusik pur!

Sepp Forcher und Franz Posch sind die beiden Präsentatoren -

Des is was -  nicht nur für die Augen - sondern auch was für die Ohren!

Da kann man sehen  und hören ohne viel Technik und Trick,

die echte unverfälschte Volks- und auch a zünftige Blasmusik!

Quietscht manchmal eine Klarinette oder trifft der Trompeter nicht jeden
Ton,

LIVE is LiVE! Was macht das schon?


In diesem Sinne glaube ich auch heut liabe Leit,

dass ihr mit da Blasmusik hobt's immer a große Freid!



Dazu fällt ma noch ein Zitat ein:

Ein alter Weinbauer hat am Sterbebett seine Söhne zu sich gerufen,

und hat ihnen ein Geheimnis verraten:

Er hat ihnen gesagt, dass man Wein auch aus Trauben machen kann.

Manchen Musikern müsste man heute sagen,

dass man Musik auch mit Instrumenten machen kann.

"WER SIND DIE MUSIKER, DIE HEUTE NOCH AUF DER BÜHNE SITZEN"?

Junges Herz und graue Haare,

man sieht ihm nicht an die vielen Jahre,

auf der Klarinette bringt er seine Leistung noch voll und ganz,

aus Eisenstadt Spengler und Fischermeister Riegler Franz!


Der nächste genießt sein Leben täglich in vollen Zügen drin,

vom Aspanger Bahnhof hin bis zu seinem vielgeliebten Wien,

Mit ihm habe ich schon viele schöne Stunde dalebb,

am Tenorhorn, Maler, Eisenbahner, Musikmeister Höller Sepp!


Als nächster kommt jetzt aber dran,

der deutsch und kroatisch singan kann,

als Tischler hat er gmocht verschiedene Kunststückerl grode und drahti,

aus Hirm unser Militärhornist Robert Kiradi!


Sein Kollege ist Solohornist beim burgenländischen Militär,

als Tontechniker, Hornist und Sänger hat er's bei uns etwas schwer,

mit senem Wein ist er bekannt überall ob nah oder fernst,

aus St. Margarethen Glas- und Weinbaumeister Kugler Ernst!



Als gelernter Kaufmann war er immer schon ordentlich und korrekt,

auch in der Musik muss bei ihm sein alles professionell und perfekt,

er ist auch ein Orchestermusiker ein ganz ein feiner,

aus Marz, Flügelhornist und Komponist Hans Steiner!


Er ist aufgewachsen und lebt auf einem bäuerlichen Musterbetrieb,

die Musik und seine Familie die hat er besonders lieb,

Als 1. Trompeter spielt er in der Volksoper so manchen Operettentanz,

bei uns spielt er Flügelhorn wie ka anderer, der Berger Franz!


Als Orchestermusiker, Musikdirektor, Kapellmeister sorgt er überall für
guten Ton,

sportlich bringt er Höchstleistungen jährlich beim Wiener Marathon,

zum Essen und Trinken hat er nach den Auftritten fast nie Zeit,

drum is er so mager, unser Virtuose aus Grünbach Hansi Gager!


Beruf, Haushalt, zwei Kinder, den Hansi Gager als Mann,

eine Frau, die im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied davon singen kann,

trotzdem hat sie immer ein Lächeln auf Lager,

unsere charmante Sängerin Renate Gager!


Ob Militärmusik oder auch im bürgerlichen Beruf,

er ist einer, der viel erreichte - vieles schuf,

Bei uns sorgt er für schönen Baritonklang,

aus Mörbisch am See unser Kassier Helmut Lang!


Immer zufrieden, selig lächelnd, immer froh,

beruflich ist er tätig bei der Gardemusik als Kanzlei-UO,

mit ihm hat höchstens seine Heidi mal etwas Ärger,

das ist unser Posaunist und CD-Verkäufer Walter Berger!




Jüngster Schlossermeister des Burgenlands war er lange Jahre,

inzwischen sind auch schon etwas ergraut seine Haare,

er ist immer lustig, fröhlich, trinkt und red ned zweng,

aus Rohrbach unser Schlagzeuger Herbert Meng!


Als Landwirt und Junggeselle ist er ein Parademann,

auf der Tuba zeigt er wos er in der Musik alles kann,

er züchtet Rindvieh, Schweindln, Hühner, fehlt nur mehr eine dumme Gans,

aus Hanfthal unser Bassist und Ökobauer Mechtler Hans!


Der Jüngste macht auf der Hochschule grad fertig sein Diplom,

als Musiker und Casanova ist er bekannnt von Wien bis Rom,

seine Lieblingsspeisen san Quargl und gekochte Eier,

unser duftiger Es-Klarinettist Bernhard Pfaffelmaier!


Das war nun eine lange Liste der Vorstellungsparade,

mich auch noch vorzustellen, wär um die Zeit zu schade,

Ich hoff nur, dass meine Worte nicht zu lang sind und zu geschmacklos,

Dankschön für die Aufmerksamkeit sagt euer Hans Makos!

Kompositionen, Übersicht

Hans Makos beschäftigt sich seit 1974 mit dem Komponieren. Seine Fähigkeiten als Komponist eignete er sich autodidaktisch an. Die nachfolgende Tabelle listet in chronologischer Form die Kompositionen von Hans Makos auf. Sämtliche Titel, auch Fremdwerke, sind als Bearbeitungen von Hans Makos vorhanden. Die letzte Spalte bezieht sich auf die musikalische Gattung, wobei folgende Abkürzungen gelten:
G - Gesang; M - March; P - Polka; W - Walzer;

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G Titel Komponist Arrangeur Gattung
  Gruss an Südburgenland Johann Makos J.M. M
  Sommerfest Johann Makos J.M. P
  Weichselbaumer-Polka Johann Makos J.M. P
  Musikantentröpferl Johann Makos J.M. P
  Junger Wein Johann Makos J.M. P
  Zuckerbäcker-Marsch Johann Makos J.M. M
  Freunde der Blasmusik Johann Makos J.M. P
  Verena Johann Makos J.M. W
x Musik aus unserer Heimat Johann Makos J.M. ML
x Mit Musik gehen wir auf Reisen Johann Makos J.M. ML
  Lechner Klänge Johann Makos J.M. P
  Ein Fest der Blasmusik Johann Makos J.M. P
x Guten Abend Johann Makos J.M. W
  Auf der Winkelmoosalm Johann Makos J.M. P
  Burgenlandreise Johann Makos J.M. Solo f. 3 Trpt.
x Was wär das Leben Johann Makos J.M. ML
  Das lustige Wochenend Johann Makos J.M. P
  Bass-Menü I Johann Makos J.M. Solo-Tuba
  Bass-Menü II Johann Makos J.M. Solo-Tuba
  Gruß an Hussenhofen Johann Makos J.M. M
  Böhmischer Kirtag Johann Makos J.M. P
  In der Eselmühle Johann Makos J.M. P
  Trompeten-Menü I Johann Makos J.M. Solo-Trpt.
  Trompeten-Menü II Johann Makos J.M. Solo-Trpt.
  Zum Ehrentag Johann Makos J.M. M
  Hans Auerböck Marsch Johann Makos J.M. M
  Dem Ehrenmitglied Johann Makos J.M. M
  Solisten-Reise Johann Makos J.M. Potpourri
  Lustige Spielleut Johann Makos J.M. M
  Gruß aus Mogersdorf Johann Makos J.M. M
  Aspanger Bürgermarsch Johann Makos J.M. M
  Herbstwind Johann Makos J.M. W
  Musikantenfrauen Johann Makos J.M. P
x Heut ist Tag der Blasmusik Johann Makos J.M. Köbl P
  Fröhliche Trompeten Johann Makos J.M. Solo für 3 Trpt.
  Bassissimo Johann Makos J.M. Solo-Tuba
x Kleine Marketenderin Johann Makos J.M. W
  Franz Pfeffer-Marsch Johann Makos J.M. M
  Baritenore Johann Makos J.M. Solo für Tenor
  Kirtag in Aspang Johann Makos J.M. W-Okb
  Frühling am Wechsel Johann Makos J.M. P-Okb
  Durch den Kohlgraben Johann Makos J.M. P-Okb
  Klarinettenfreude Johann Makos J.M. W-Okb
  Schäfferner Gmüat Johann Makos J.M. W-Okb
  Fröhliches Wochenende Johann Makos J.M. P
x Lasst euch grüßen Johann Makos J.M. Potpourri
x Böhmischer Schwung Johann Makos J.M. Potpourri
x Alles marschiert mit Johann Makos J.M. Potpourri
  Aspanger Hochzeitswalzer Johann Makos J.M. W-Okb
  Im Mostwirtshaus Johann Makos J.M. P-Okb
  Auf der Panoramastrasse Johann Makos J.M. P-Okb
  Musikantenfest Johann Makos J.M. P-Okb
  Kirtag auf der Alm Johann Makos J.M. W-Okb
  Durch den Kohlgraben Johann Makos J.M. P-Okb
  Beim Binderwirt Johann Makos J.M. Knöbl P-Okb
  Auf meiner Trompete Johann Makos J.M. P-Okb
  Fidele Musikanten Johann Makos J.M. P-Okb
  Gruß aus Aspang Johann Makos J.M. P-Okb
  Volksmusikanten-Marsch Johann Makos J.M. M-Okb
  Nur net hudeln Johann Makos J.M. Boarisch-Okb
  Wohin-Polka Johann Makos J.M. P
  Festival-Fanfare Johann Makos J.M. -
  Urlaubs-Polka Johann Makos J.M. P
  Aspang-Live-Festmusik Johann Makos J.M. -
  Auf zum Rebensaft Lorenz Traint J.M. P
  Meine Liebste Lorenz Traint J.M. P
  Eisschützen-Marsch Lorenz Traint J.M. M
  Kolping-Marsch Lorenz Traint J.M. M
  Zur Erntezeit Lorenz Traint J.M. W
  Froh und Frei Lorenz Traint J.M. M
  Erinnerungsmarsch Lorenz Traint J.M. M
  Bergkristall Lorenz Traint J.M. P
  Berglatsch´n Lorenz Traint J.M. P
  Stoa-Nagerl Lorenz Traint J.M. P
  Jugend Marsch Lorenz Traint J.M. M
  Wind und Wogen Lorenz Traint J.M. W
x Die Jugendzeit Lorenz Traint J.M. P
  Wie in alten Zeiten Lorenz Traint J.M. P
  Flott und Schneidig Lorenz Traint J.M. M
  Spiel mir Kapelle F. Manas J.M. P
  Soutezni M. Prajka J.M. P
  Die Polka aus Prerov L. Kubes J.M. P
  Moravska J. Humpolik J.M. P
  Stepankovska M. Juchecka J.M. P
  Eisenstädter Marsch H. Wallner J.M. M
  Steirische Freunde F. Willingshofer J.M. M
x Freunde Auf Wiedersehn S. Hobel J.M. W
  Dieter Grünmoald Marsch Johann Makos J.M. M
  Gasner Grüße F. Willingshofer J.M. M
  Matthias Szauer Marsch A. Loidl J.M. M
Signaltropeter Hans Hans Makos wurde am 5. August 1954 in Weichselbaum, Bezirk Jennersdorf, Südburgenland, geboren.

Sein Vater stammte aus Szakonyfalú (Eggersdorf) bei Szentgotthart (Westungarn), daher der Name MAKOS (gesprochen Màkosch, Hans wünscht aber Makos als Aussprache), und immigrierte 1921 nach Österreich. Mit drei Geschwistern lebte er am Hof der Eltern, die eine Landwirtschaft betrieben. Der Vater war später als Bauarbeiter am Oberbau für die Eisenbahn tätig.

Es war keiner der Verwandten der Familie Makos musikalisch tätig. Sein musikalisches Gehör vererbte ihm sein Vater, der ohne Notenkenntnisse gelegentlich einige Lieder gesanglich zum besten gab. Schon als 13-Jähriger verfolgte Hans Makos mit größter Aufmerksamkeit die Blasmusiksendungen, welche auf Radio Burgenland gesendet wurden.

Ein Schulfreund überredete ihn, einmal die Probe der örtlichen Blaskapelle zu besuchen. Danach beschloss Makos, die Es-Trompete zu erlernen, die damals als Begleitinstrument diente. Sein Vater kaufte ihm daraufhin das Instrument, das zu dieser Zeit 300 Schilling kostete. Er erlernte das Es-Trompetenspiel vorerst bei Kapellmeister Julius Tonweber in Mogersdorf. Bereits nach zwei Monaten wurde er bei Ausrückungen der Kapelle Tonweber eingesetzt. Es war damals üblich, dass man nach einer sehr kurzen Übungszeit am Instrument in einer Kapelle als Musikant eingesetzt wurde.

1968 erhielt er Unterricht von Kapellmeister Julius Tonweber, der nebenbei den Schneiderberuf ausübte. Dieser Unterricht gestaltete sich sehr originell: Während der Schneidermeister an der Nähmaschine arbeitete, bekam Hans Makos seine Lektionen.

Da der Schneider dem damals 13-jährigen Makos nur die grundlegendsten Begriffe des Trompetenspiels beibringen konnte, war Makos musikalisch beinahe auf sich selbst gestellt. Aber die Talente des ambitionierten Musikers setzten sich bald durch.

Nach Absolvierung der damals achtjährigen Volksschule besuchte Hans Makos den Polytechnischen Lehrgang in Jennersdorf. Danach war er eineinhalb Jahre am elterlichen Hof behilflich, da er den Vater, der aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein konnte, ersetzen musste.

Später wollte Hans Makos einen, für damalige Verhältnisse, einen sicheren Beruf wie Koch, Kellner oder Bäcker erlernen. So entschied er sich für die Turmdrehkranführerprüfung, legte diese erfolgreich ab und arbeitete vom 17. bis zum 19. Lebensjahr als Kranführer in der Bauwirtschaft.

Zu dieser Zeit machte Makos zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Flügelhorn.

Beim Neujahrspielen musste er für den Flügelhornisten, der wegen Krankheit nicht mehr konnte, einspringen. Außerdem spielte Makos bereits bei einer Tanzmusik-Combo der Kapelle Tonweber mit.

Als Hans Makos am 7. Jänner 1974 zum Bundesheer für den Präsenzdienst einrücken musste, hatte er bereits bei der Musterung den Wunsch geäußert, bei der Militärmusik mitwirken zu wollen.

Er absolvierte die Grundausbildung in Güssing (Burgenland).

Da sich Makos zu dieser Zeit einen Handbruch durch einen Sportunfall zuzog und sich selbst als nur durchschnittlichen Trompeter einschätzte, fürchtete er um die Versetzung zur Militärmusik. Aus diesem Grund wandte Hans, der Rekrut, sich an den Militärpfarrer Monsignore Julius Wallner, der zu dieser Zeit zufällig anwesend war. Dieser setzte sich für ihn beim Militärkommando ein und bewirkte seine Versetzung zur Militärmusik nach Eisenstadt.

Im April 1974 wirkte er unter der Leitung von Militärkapellmeister Johann Schadenbauer das erste Mal bei der Militärmusik Burgenland mit. Makos wollte ursprünglich auf der B-Trompete bei der Militärmusik beginnen und spielte daher auch bei der Aufnahmeprüfung auf dieser vor.

Aber Johann Schadenbauer empfand das Niveau noch nicht als ausreichend und legte dem jungen Makos nahe, auf der Bass-Trompete zu musizieren.

Doch nur mit dem Begleitinstrument gab sich Makos nicht zufrieden. Er beschloss, sich für zwei Jahre beim Bundesheer zu verpflichten und investierte ein enormes Übungspensum in die Trompete. Er fragte den Militärkapellmeister, ob die Möglichkeit bestehe, eine Ausbildung auf der Trompete bei der Militärmusik zu absolvieren, doch dieser meinte einfach nur, das Militär sei keine Musikschule.

Zu Beginn der Bundesheerzeit war Makos mit dem Üben des Instruments auf sich allein gestellt, aber bereits im Oktober 1974 bestand er die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Wien und begann das Studium als außerordentlicher Student bei Professor Josef Weiß.

Durch das Abrüsten des ersten Trompeters bei der Militärmusik im Frühjahr 1975 wurde dessen Stelle frei. Kapellmeister Schadenbauer fragt daher seine Musiker, wer am besten für die Nachbesetzung geeignet wäre. Von den enormen Fortschritten Makos angetan, stimmten die Musiker für ihn, und so spielte Makos von 1975 an bis zum Abrüsten (November 1985) die erste Trompete bei der Militärmusik Burgenland (siehe Abb.)

Sein Studium in Wien unterbrach er nach zweieinhalb Jahren, da er einige Militärkurse belegen musste. So kam es, dass Makos sein Studium am Eisenstädter Joseph-Haydn-Konservatorium fortsetzte. Dort absolvierte er auch den Kapellmeisterkurs und eignete sich auch Kenntnisse in der Harmonielehre an. Zusätzlich übernahm er 1976 das Amt als Kapellmeister des Musikverein Mogersdorf.

Doch als sein Vater krank wurde und Makos aus diesem Grund die Bewirtschaftung des Hofes übernehmen hätte sollen, verlor er immer mehr das Interesse am Studium. Er spielte sogar mit dem Gedanken, sich zur Militärmusik nach Graz versetzen zu lassen, doch die guten Beziehungen zu seinen Freunden im Burgenland bewirkten seinen Verbleib im Burgenland. Mittlerweile war das Können Makos so vorangeschritten, dass der damalige Armeekapellmeister Anton Othmar Sollfelner nur ihn als Solo- und Signaltrompeter für militärische Paraden in österreichischen Landeshauptstädten bevorzugte.

Makos gründete bereits während der Militärzeit Tanzmusikensembles und hatte, vor allem mit den Alpenlandmusikanten, die aus Mitgliedern der Militärmusik Burgenland bestanden, Erfolg. Bei diesen wurde hauptsächlich in Oberkrainerbesetzung (Bariton, Klarinette, Trompete, Akkordeon, Gitarre) gespielt. Unter anderem lernte Makos zu dieser Zeit den derzeitigen Musikmeister der Gardemusik Wien Josef Höller kennen. Als Kapellmeister der Musikkapelle Aspang engagierte er Hans Makos gelegentlich zur Verstärkung des Trompetenregisters für Konzerte und Wertungsspiele. Das erste Mal wurde Hans Makos bei einem Musikertreffen in St. Lorenzen (Steiermark) in der Musikkapelle Aspang eingesetzt.

Damals lernte er seine spätere Frau Renate kennen, die beim Musikverein Marketenderin war. Er zog 1978 zu ihr nach Aspang, wo sie beide vorerst bei ihren Eltern wohnten und heiratete sie im Jahr 1980. Aus dieser Ehe entstammen die beiden Töchter Sandra, (1984), und Verena, (1990).

Von 1980 bis 1988 bezog die Familie eine Wohnung in Aspang. 1987 erwarb Familie Makos ein Grundstück und begann ein Haus zu bauen, das 1988 fertig und bezogen wurde.

1981 stellte Hans Makos ein Blasorchester, bestehend aus etwa 25 Musikern der Militärmusik Burgenland und der Gardemusik Wien, zusammen.

Durch die Zusammenarbeit Hans Makos´ mit Willy Fantel, dem damaligen Abteilungsleiter für Unterhaltung im ORF Landesstudio Burgenland, kam es zu einer ersten Rundfunkproduktion. Dass dies der Beginn einer langjährigen Ära der Blaskapelle Makos war, konnte zu dieser Zeit keiner ahnen.

Willy Fantel erkannte die Qualität dieses Musikensembles und lud zu weiteren Aufnahmen ein. Im Zuge dieser Produktionen wurde dem Ensemble der Name Blasmusikkapelle Johann Makos gegeben.

1985 rüstete Hans Makos in Eisenstadt von der Militärmusik Burgenland ab, wurde Gemeindebediensteter in Aspang und unterrichtete nebenberuflich in der Musikschule Aspang. Da die Zahl seiner Musikschüler immer mehr anwuchs, gab er seinen Posten als Gemeindebediensteter auf und konzentrierte sich auf seine Tätigkeit als Musikschullehrer. Er unterrichtete vorrangig Trompeter, aber auch tiefes Blech, wie Tenorhorn und Tuba.

Seit 1985 ist Hans Makos hauptberuflich Musikschullehrer an den Musikschulen Kirchberg am Wechsel und in Aspang.

Ein Musiker zum anderen: "Du, wir haben jetzt eine neue CD produziert!"
"So. Und was habt ihr bis jetzt verkauft?"
"Ich mein Auto und der Schlagzeuger sein Haus."