Blaskapelle MAKOS

1981 -2011

Signaltropeter Hans Hans Makos wurde am 5. August 1954 in Weichselbaum, Bezirk Jennersdorf, Südburgenland, geboren.

Sein Vater stammte aus Szakonyfalú (Eggersdorf) bei Szentgotthart (Westungarn), daher der Name MAKOS (gesprochen Màkosch, Hans wünscht aber Makos als Aussprache), und immigrierte 1921 nach Österreich. Mit drei Geschwistern lebte er am Hof der Eltern, die eine Landwirtschaft betrieben. Der Vater war später als Bauarbeiter am Oberbau für die Eisenbahn tätig.

Es war keiner der Verwandten der Familie Makos musikalisch tätig. Sein musikalisches Gehör vererbte ihm sein Vater, der ohne Notenkenntnisse gelegentlich einige Lieder gesanglich zum besten gab. Schon als 13-Jähriger verfolgte Hans Makos mit größter Aufmerksamkeit die Blasmusiksendungen, welche auf Radio Burgenland gesendet wurden.

Ein Schulfreund überredete ihn, einmal die Probe der örtlichen Blaskapelle zu besuchen. Danach beschloss Makos, die Es-Trompete zu erlernen, die damals als Begleitinstrument diente. Sein Vater kaufte ihm daraufhin das Instrument, das zu dieser Zeit 300 Schilling kostete. Er erlernte das Es-Trompetenspiel vorerst bei Kapellmeister Julius Tonweber in Mogersdorf. Bereits nach zwei Monaten wurde er bei Ausrückungen der Kapelle Tonweber eingesetzt. Es war damals üblich, dass man nach einer sehr kurzen Übungszeit am Instrument in einer Kapelle als Musikant eingesetzt wurde.

1968 erhielt er Unterricht von Kapellmeister Julius Tonweber, der nebenbei den Schneiderberuf ausübte. Dieser Unterricht gestaltete sich sehr originell: Während der Schneidermeister an der Nähmaschine arbeitete, bekam Hans Makos seine Lektionen.

Da der Schneider dem damals 13-jährigen Makos nur die grundlegendsten Begriffe des Trompetenspiels beibringen konnte, war Makos musikalisch beinahe auf sich selbst gestellt. Aber die Talente des ambitionierten Musikers setzten sich bald durch.

Nach Absolvierung der damals achtjährigen Volksschule besuchte Hans Makos den Polytechnischen Lehrgang in Jennersdorf. Danach war er eineinhalb Jahre am elterlichen Hof behilflich, da er den Vater, der aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein konnte, ersetzen musste.

Später wollte Hans Makos einen, für damalige Verhältnisse, einen sicheren Beruf wie Koch, Kellner oder Bäcker erlernen. So entschied er sich für die Turmdrehkranführerprüfung, legte diese erfolgreich ab und arbeitete vom 17. bis zum 19. Lebensjahr als Kranführer in der Bauwirtschaft.

Zu dieser Zeit machte Makos zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Flügelhorn.

Beim Neujahrspielen musste er für den Flügelhornisten, der wegen Krankheit nicht mehr konnte, einspringen. Außerdem spielte Makos bereits bei einer Tanzmusik-Combo der Kapelle Tonweber mit.

Als Hans Makos am 7. Jänner 1974 zum Bundesheer für den Präsenzdienst einrücken musste, hatte er bereits bei der Musterung den Wunsch geäußert, bei der Militärmusik mitwirken zu wollen.

Er absolvierte die Grundausbildung in Güssing (Burgenland).

Da sich Makos zu dieser Zeit einen Handbruch durch einen Sportunfall zuzog und sich selbst als nur durchschnittlichen Trompeter einschätzte, fürchtete er um die Versetzung zur Militärmusik. Aus diesem Grund wandte Hans, der Rekrut, sich an den Militärpfarrer Monsignore Julius Wallner, der zu dieser Zeit zufällig anwesend war. Dieser setzte sich für ihn beim Militärkommando ein und bewirkte seine Versetzung zur Militärmusik nach Eisenstadt.

Im April 1974 wirkte er unter der Leitung von Militärkapellmeister Johann Schadenbauer das erste Mal bei der Militärmusik Burgenland mit. Makos wollte ursprünglich auf der B-Trompete bei der Militärmusik beginnen und spielte daher auch bei der Aufnahmeprüfung auf dieser vor.

Aber Johann Schadenbauer empfand das Niveau noch nicht als ausreichend und legte dem jungen Makos nahe, auf der Bass-Trompete zu musizieren.

Doch nur mit dem Begleitinstrument gab sich Makos nicht zufrieden. Er beschloss, sich für zwei Jahre beim Bundesheer zu verpflichten und investierte ein enormes Übungspensum in die Trompete. Er fragte den Militärkapellmeister, ob die Möglichkeit bestehe, eine Ausbildung auf der Trompete bei der Militärmusik zu absolvieren, doch dieser meinte einfach nur, das Militär sei keine Musikschule.

Zu Beginn der Bundesheerzeit war Makos mit dem Üben des Instruments auf sich allein gestellt, aber bereits im Oktober 1974 bestand er die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Wien und begann das Studium als außerordentlicher Student bei Professor Josef Weiß.

Durch das Abrüsten des ersten Trompeters bei der Militärmusik im Frühjahr 1975 wurde dessen Stelle frei. Kapellmeister Schadenbauer fragt daher seine Musiker, wer am besten für die Nachbesetzung geeignet wäre. Von den enormen Fortschritten Makos angetan, stimmten die Musiker für ihn, und so spielte Makos von 1975 an bis zum Abrüsten (November 1985) die erste Trompete bei der Militärmusik Burgenland (siehe Abb.)

Sein Studium in Wien unterbrach er nach zweieinhalb Jahren, da er einige Militärkurse belegen musste. So kam es, dass Makos sein Studium am Eisenstädter Joseph-Haydn-Konservatorium fortsetzte. Dort absolvierte er auch den Kapellmeisterkurs und eignete sich auch Kenntnisse in der Harmonielehre an. Zusätzlich übernahm er 1976 das Amt als Kapellmeister des Musikverein Mogersdorf.

Doch als sein Vater krank wurde und Makos aus diesem Grund die Bewirtschaftung des Hofes übernehmen hätte sollen, verlor er immer mehr das Interesse am Studium. Er spielte sogar mit dem Gedanken, sich zur Militärmusik nach Graz versetzen zu lassen, doch die guten Beziehungen zu seinen Freunden im Burgenland bewirkten seinen Verbleib im Burgenland. Mittlerweile war das Können Makos so vorangeschritten, dass der damalige Armeekapellmeister Anton Othmar Sollfelner nur ihn als Solo- und Signaltrompeter für militärische Paraden in österreichischen Landeshauptstädten bevorzugte.

Makos gründete bereits während der Militärzeit Tanzmusikensembles und hatte, vor allem mit den Alpenlandmusikanten, die aus Mitgliedern der Militärmusik Burgenland bestanden, Erfolg. Bei diesen wurde hauptsächlich in Oberkrainerbesetzung (Bariton, Klarinette, Trompete, Akkordeon, Gitarre) gespielt. Unter anderem lernte Makos zu dieser Zeit den derzeitigen Musikmeister der Gardemusik Wien Josef Höller kennen. Als Kapellmeister der Musikkapelle Aspang engagierte er Hans Makos gelegentlich zur Verstärkung des Trompetenregisters für Konzerte und Wertungsspiele. Das erste Mal wurde Hans Makos bei einem Musikertreffen in St. Lorenzen (Steiermark) in der Musikkapelle Aspang eingesetzt.

Damals lernte er seine spätere Frau Renate kennen, die beim Musikverein Marketenderin war. Er zog 1978 zu ihr nach Aspang, wo sie beide vorerst bei ihren Eltern wohnten und heiratete sie im Jahr 1980. Aus dieser Ehe entstammen die beiden Töchter Sandra, (1984), und Verena, (1990).

Von 1980 bis 1988 bezog die Familie eine Wohnung in Aspang. 1987 erwarb Familie Makos ein Grundstück und begann ein Haus zu bauen, das 1988 fertig und bezogen wurde.

1981 stellte Hans Makos ein Blasorchester, bestehend aus etwa 25 Musikern der Militärmusik Burgenland und der Gardemusik Wien, zusammen.

Durch die Zusammenarbeit Hans Makos´ mit Willy Fantel, dem damaligen Abteilungsleiter für Unterhaltung im ORF Landesstudio Burgenland, kam es zu einer ersten Rundfunkproduktion. Dass dies der Beginn einer langjährigen Ära der Blaskapelle Makos war, konnte zu dieser Zeit keiner ahnen.

Willy Fantel erkannte die Qualität dieses Musikensembles und lud zu weiteren Aufnahmen ein. Im Zuge dieser Produktionen wurde dem Ensemble der Name Blasmusikkapelle Johann Makos gegeben.

1985 rüstete Hans Makos in Eisenstadt von der Militärmusik Burgenland ab, wurde Gemeindebediensteter in Aspang und unterrichtete nebenberuflich in der Musikschule Aspang. Da die Zahl seiner Musikschüler immer mehr anwuchs, gab er seinen Posten als Gemeindebediensteter auf und konzentrierte sich auf seine Tätigkeit als Musikschullehrer. Er unterrichtete vorrangig Trompeter, aber auch tiefes Blech, wie Tenorhorn und Tuba.

Seit 1985 ist Hans Makos hauptberuflich Musikschullehrer an den Musikschulen Kirchberg am Wechsel und in Aspang.

"Angeklagter, Sie haben Ihrem Nachbarn ein Saxophon gestohlen. Und dabei können Sie's noch nicht einmal blasen!" "Stimmt, Herr Richter, er aber auch nicht!"